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Ins Ausbildungsjahr gestartet

„Es ist der wohl schönste Ausbildungsberuf der Welt“, sagt Handwerksmeisterin Andrea Schnappauf. Sie ist Inhaberin des Coburger Schilder- und Lichtreklameherstellerbetriebes in der Neustadter Straße. Um diese Begeisterung für den Beruf der Schilder- und Lichtreklameherstellung auch weiterzugeben und um einen aktiven Beitrag gegen den Fachkräftemangel zu leisten, bildet sie auch in diesem Jahr wieder aus. „Wir sind ein kleiner Fachbetrieb und haben derzeit zwei Auszubildende“, sagt sie. Es sind der 18-jährige Arthur Greiner, er hat heute seine Ausbildung begonnen und Lena Heidenreich, sie ist bereits im dritten Lehrjahr.

Beide lieben an diesem Beruf, dass neben handwerklichem Geschick, technischem Verständnis und körperlicher Fitness auch Kreativität gefragt ist. „Wir sind ein kleiner Handwerksbetrieb, in dem jeder alles machen kann: Von der Gestaltung am Computer, über das Beschriften und Folieren von Fahrzeugen, dem Herstellen von Schildern und der Montage vor Ort“, erzählt Lena Heidenreich. „Genau auf diese Vielfalt freue ich mich auch“, ergänzt Arthur Greiner.

Doch diese Vielfalt setzt ein enormes Wissen voraus, sagt Ausbilderin Andrea Schnappauf: „Wir haben drei Jahre Zeit, um dieses vielfältige Wissen und die praktische Erfahrung in diesem altehrwürdigen und modernen Beruf unseren Auszubildenden zu vermitteln. Und dafür brauche ich auch hochqualifizierte Ausbilderinnen und Ausbilder, weshalb der Meistertitel in diesem Berufsbild einfach unerlässlich ist.“ Von daher ist sie froh, dass die Politik das Experiment „Aufhebung der Meisterpflicht“ in ihrer Branche nach 15 Jahren beendet hat.

Die Folgen dieser Zeit spürt die Branche allerdings bis heute. Denn obwohl die Nachfrage und der Bedarf sehr hoch sind, bilden nur noch wenige Betriebe in Oberfranken aus. Insgesamt dürften es in diesem Jahr maximal zwei oder drei Auszubildende sein, die den weiten Weg in die Berufsschule nach München überwinden müssen, schätzt sie. Doch die sind dafür umso motivierter und starten voller Tatendrang ins neue Lehrjahr.